Die Macht der sozialen Netzwerke: Update Jack Wolfskin Abmahnungen

Bei Diskussionen über den Fall Jack Wolfskin (siehe letztes Blogpost) höre ich häufig den Einwand, dass das Thema sicher eine große Welle in der Webgemeinde ist, es sich allerdings im realen Leben kaum für die Firma auswirken wird. Ruhig bleiben und Füße stillhalten sei für JW daher eine gute Strategie. Nun schauen wir doch mal, was sich seit meinem Artikel von gestern getan hat:

  • Die Google Suche nach “+Wolfskin +Abmahnung” ergibt aktuell 29.100 Treffer für die letzte Woche, davon 1.330 in den letzten 24 Stunden.
  • Nach Spiegel Online haben sich mittlerweile die Web-Schwergewichte Focus und Zeit dem Thema angenommen.
  • In den Twitter-Feeds und in Blogs werden neben Äußerungen, keine JW-Produkte mehr zu kaufen, auch Boykott-Aufrufe laut.
  • Daneben machen sich viele lustig über die Marke und ihr Verhalten: Sogar auf DaWanda, der Plattform, auf der alles begonnen hat.
  • Mir besonders gut gefallen hat ein sehr schöner satirischer Artikel von Sascha Lobo.

 

Und: Es kam wie es kommen musste. In der heutigen Print-Ausgabe des Handelsblatts wird das Thema recht ausführlich behandelt. Mittlerweile ist der Artikel auch Online zu lesen. Damit ist der Fall endgültig im “Real Life” angekommen. Jack Wolfskin wird nun nicht umhin kommen, sich zu äußern. Ich bin gespannt, wie.

Vielleicht wird dann auch die Frage beantwortet, ob die alles auslösenden Abmahnungen in Rücksprache mit dem Management von Jack Wolfskin erfolgt sind, oder ob die Kanzlei (in diesem Fall Harmsen Utescher in Hamburg) zwar den grundsätzlichen Auftrag zum Markenschutz hatte, aber im Einzelfall eigenmächtig gehandelt hat. Dann wäre vielleicht nicht nur für Unternehmen eine Schulung in Sachen Social Media angebracht…