Twitter kauft Posterous – um sich Google+ anzunähern?

Gestern gab Twitter bekannt, dass sie die Posterous geklauft haben (hier der Blogeintrag). Posterous zeichnet sich dadurch aus, dass man sehr einfach ein Blog aufsetzen und dies per E-Mail befüllen kann (Sascha Lobo hat das einmal als „Bloggen mit Stützrädern“ bezeichnet). Nun fragen sich viele, warum Twitter diesen Schritt vollzogen hat: So z.B. Nico Lumma (http://lumma.de/2012/03/12/twitter-kauft-posterous-auf-suche-nach-geschaeftsmodell/) oder Caschy (http://stadt-bremerhaven.de/twitter-kauft-posterous/). Die meisten Kommentatoren wundern sich über diesen Schritt und fragen sich, was er über Twitters zukünftige Strategie aussagt. Für mich sind es zwei Hauptaspekte:

  • Twitter braucht dringend fähige Entwickler. Mit dem Posterous-Team bekommt Twitter ein Team, welches sich genau in der Branche hervorragend auskennt und sofort einsatzfähig ist. Sehr wertvoll.
  • Twitter orientiert sich an Google+. Twitter hat gesehen, dass das Konzept von Google+, kurze Beiträge mit einer einfachen Kommentarfunktion zu verbinden, genau in die Lücke zwischen Twitter und Blogs trifft und genau deswegen auch so erfolgreich ist. Ich vermute stark, dass Twitter Posterous integrieren wird und so sich an das Google+-Konzept annähern wird. Bei G+ findet man häufiger den Wunsch, G+-Beiträge inklusive Diskussionen als eigenes Blog zu spiegeln. Genau das könnte eine Kombination aus Twitter und Posterous schaffen.

Ich bin gespannt, in welche Richtung sich das neue Tamdem entwickeln wird.

Zum Thema hier noch die Wortwolke aus den deutschsprachigen Treffern von heute morgen (Quelle: Sysomos MAP):

Wortwolke zu Twitter und Posterous